Christoph Garbe

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Loop - Live -Gesang (Teaser):

Es ist wie mit Wolken

Alles beginnt mit einem gesungenen Ton, dann weitere Töne – sie formen ein erstes Tongebilde, eine Linie aus Tönen vielleicht oder eine Klang-Geste. Für den Hörer wird dieses nun schon Bekannte (durch Aufnahmetechnik) nach einiger Zeit wiederholt und gleichzeitig mit Neuem, Dazu-Gesungenem angereichert, einer zweiten Stimme. Die Wiederholungsschleife („Loop“) verflüchtigt sich also nicht, sie bleibt gleichsam im Blick (im Ohr) durch ihre Wiederkehr und verändert sich dennoch nach und nach, entwickelt sich - wohin? - und will etwas Anderes werden. 

Es ist wie mit Wolken; denn das Klanggebilde ist aufgrund der Wiederholungen im Grunde statisch, lädt zum Verweilen, Erinnern, Betrachten, Träumen? ein. Subtil oder dynamisch, je nachdem, wird dieses Kontemplativ-Statische nun klanglich ins Kippen, Fließen, Zerfließen, in eine Auflösung gebracht. Oder es wird geballt, verdichtet, fokussiert, im ursprünglichen Sinne Ton für Ton kom-poniert, zusammen-gesetzt und geformt, als wäre es eine flexible Masse oder eine zu bearbeitende Skulptur. 

Es sind oft kurze, gleichsam destillierte, auf den Punkt gebrachte Texte, um die diese Art der Klangmeditation kreisen, die sie ausleuchten kann, seien es Psalmverse, Abschnitte aus der lateinischen Liturgie, aber auch kurze Sinnsprüche, wie sie Angelus Silesius (Johannes Scheffler) im Barock oder später Rainer Maria Rilke in teilweise unbekannteren, manchmal fragmentarisch gebliebenen Sprüchen formuliert haben. Texte, deren konzentrierte inhaltliche Wucht nun zeitlich freigesetzt, deren Dynamik in den Raum ausschwingen soll als immer wieder neue Schattierung, als musikalische Ausdeutung der diesen Texten innewohnenden Charaktere, als nicht mehr nur sprachgebundener Klang. 

Fotos von den Auftritten in der Mariahilfkirche, Murnau / Hof am Mühlbach, Wilzhofen / AMMERSEErenade, St. Ottilien  (August / Sept.´21):

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Auftritte 2021 Sologesang: vorbehaltlich coronabedingter Änderungen

  • Sa, 31. Juli: Stadtsaal Kaufbeuren: Jubiläumskonzert a cappella chor neugablonz, Schumann: Lieder aus op. 39 mit Katharina Röhrig, Klavier
  • Mo, 2. bis Fr, 6. August: Heiliggeistkirche, Schongau (je 11-13 Uhr): Gesangsimprovisationen über geistliche Texte - GEISTLICHE MUSIK NAHE AM MENSCHEN 
  • So, 29. August: Ottilienkappelle, Erzabtei St. Ottilien (18.00 Uhr), Kappellentag der AMMERSEErenade: Gesangsimprovisationen über geistliche Texte  
  • Mo, 6. bis Fr, 10. September: Maria-Hilf-Kirche, Murnau (je 11-13 Uhr): Gesangsimprovisationen über geistliche Texte - GEISTLICHE MUSIK NAHE AM MENSCHEN
  • Do, 16. September, 20 Uhr: Hof am Mühlbach, Wielenbach-Wilzhofen: Solo-Konzert am dritten Donnerstag im Monat: Gesangsimprovisationen über weltliche und geistliche Texte
  • Sa, 18. September: Hof am Mühlbach, Wielenbach-Wilzhofen: Vernissage - Gesangsimprovisationen über weltliche und geistliche Texte
  • So, 10. Oktober - Dreifaltigkeitskirche Mittenwald / So, 17. Oktober - Johanneskirche Partenkirchen / So, 24. Oktober - Christuskirche Peiting: Ev.-Luth. Gottesdienste mit J.S.Bach: Kreuzstab-Kantate BWV56 - Dekanatskantor Wilko Ossoba-Lochner, Leitung
  • Di, 2. November, 19.15 Uhr: Neue Kirche zur Hl. Familie, Rott am Lech: Allerseelenrequiem: Gesangsimprovisationen über geistliche Texte

Aufnahmen: Aktuelle, unbegleitete, vokale Soloimprovisationen (Loop-Live-Technik) über geistliche Texte:

Gloria in excelsis Deo:

 

Miserere mei, Domine:

 

Adoramus te, Christe:

O bone Jesu:


Alles ist aus dem Moment heraus entstanden. Nichts wurde im Nachhinein bearbeitet, außer einigen Kürzungen.

Loop-Live-Technik: Der erste gesungene Abschnitt wird aufgenommen und unmittelbar anschließend wiedergegeben; was dann dazu gesungen wird, wird gleichzeitig ebenfalls aufgenommen und danach zusammen mit dem Ersten abgespielt, so dass zu beiden eine dritte Schicht gesungen werden kann und so fort. Die Technik dazu wird vom Sänger während der Improvisation gesteuert.



Dirigieren

Chorleitung

Ausbildung von Chorleitern

Gesang 

vokale Improvisation

 

Christoph Garbe arbeitet seit 2001 als musikalischer Leiter von Chören und Orchestern, für Konzert- und Musiktheaterprojekte und in der Kirchenmusik. Er unterrichtet Dirigieren, Chorleitung, Chorsingen, Klavier, Partiturspiel und Theorie an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach.

Als Kind sang er im Tölzer Knabenchor und später war er Mitglied in der Bayerischen Singakademie, einer Nachwuchsförderung für junge Sänger. In München und Zürich folgte ein Dirigier- und Kompositionsstudium bei Ulrich Weder, Johannes Schlaefli, Beat Schäfer und Wilfried Hiller. Als Stipendiat des Bayerischen Kultusministeriums war er im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Er komponiert, darunter Auftragswerke für den Bayerischen Rundfunk, für Theater und für verschiedene Vokalensembles.

Als Künstlerischer Leiter der Konzertreihe "Festlicher Sommer in der Wies" und des Chores der Stadt Schongau dirigierte er von 2014 bis 2019 regelmäßig  Mitglieder der Münchner Berufsorchester: Münchner Philharmoniker, Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, Bayerisches Staatsorchester und das Ensemble La Banda. Zur Aufführung kamen Werke aus dem klassischen Kernrepertoire: Symphonien, Oratorien, Messen, A Cappella. Als Gastdirigent arbeitete er mit der Philharmonie Bad Reichenhall. Von 2011 bis 2020 war er Dozent für Chorleitung im Lehrgang des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben.

Auf mehreren Reisen hat er verschiedene Dirigierstile studiert. Wichtige Impulse verdankt er Jorma Panula, Kurt Suttner, Chungliang Al Huang und Dietrich Schneider (in funktionalphysiologischer Stimmbildung). Seit 2020 entwickelt er komplexe, vokale, unbegleitete Soloimprovisationen (Loop-Live-Technik). Er tritt auch als Gesangssolist mit klassischem Repertoire auf.